Nomos zieht sich von Chronext und Chrono24 zurück

Ab 1. März wird es keine Uhren von Nomos mehr auf Chronext und Chrono24 geben. Das erklärt Nomos-Chef Roland Schwertner in einem Brief an seine Juweliere.


Das couragierte Verhalten von Juwelieren wie Christoph Kuhnle aus Fürth und die Konsequenz eines Hauses Wempe aus Hamburg zeigen Wirkung: Nomos zieht sich von den Portalen Chronext und Chrono24 zurück.

In einer Mitteilung von Nomos-Chef Roland Schwertner an seine Partnerjuweliere heißt es: „Vor neun Monaten haben wir begonnen, Chronext direkt mit unseren Uhren zu beliefern. Seither finden Kunden dort neue Nomos-Uhren nur noch ohne Rabatt, zum gleichen Preis wie bei Ihnen im Fachhandel. Der Graumarkt wurde dort mit dieser Maßnahme vollständig verdrängt.“

Leider jedoch habe sich das Uhrenangebot auf dieser Plattform nicht entwickelt wie man es erhofft und erwartet habe. Kein bedeutender Schweizer Hersteller sei dem Beispiel, Uhren dort offiziell und zum Listenpreis anzubieten, gefolgt. Im Gegenteil: Das rabattierte Angebot an Uhren anderer Marken scheine eher größer zu werden.

Weiter heißt es: „Der Kritik aus Ihren Reihen sind wir offen begegnet, mit vielen von Ihnen haben wir persönlich gesprochen. Es freut uns, dass unsere gute Zusammenarbeit dadurch letztendlich gestärkt wurde und dass wir keinen unserer wichtigen Fachhandelspartner verloren haben.“

Im Online-Handel ändere sich die Situation gerade: Wichtige Fachhändler wie Bucherer, Rüschenbeck oder Christ und bald auch Wempe sorgten – neben Blome und Techel – für ein breites und hochwertiges Angebot. Dadurch sei jetzt auch über die Grenzen des jeweiligen Einzugsgebietes hinaus eine angemessene Präsentation der Uhren im Internet gewährleistet.

Schwertner: „Diesen neuen Online-Portalen unserer langjährigen Fachhändler wollen wir selbstverständlich den Vorzug geben, und wir wollen auch Irritationen im Fachhandel auflösen. Daher ziehen wir uns von Chronext zurück – und auch von Chrono24: Von 1. März an sind wir nicht mehr deren offizieller Partner und werden keine Uhren mehr liefern!“ 

Alle Hintergründe und Details zum Fall Nomos finden Sie auf unserer Homepage. Außerdem gibt’s hier einen Kommentar zum Thema von Chefredakteur Ulrich Voß.

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