Kronaby ist zahlungsunfähig

Anima, die schwedische Muttergesellschaft der Hybriduhren-Marke Kronaby, hat sich für zahlungsunfähig erklärt und Insolvenz angemeldet. Das Geschäft läuft weiter, heißt es aus Schweden.


Laut Unternehmensangaben laufen die Geschäfte bei Kronaby über einen Treuhändler. CEO und Mitgründer Pål Borge sagte gegenüber WatchPro, dass ein neuer Eigentümer oder Investor gesucht werde. Der Betrieb laufe normal weiter.

Damit hat eine typische Start-up-Geschichte eine jähe Wendung genommen. Gegründet wurde das Unternehmen 2015 von ehemaligen Mitarbeitern von Sony Mobile in Schweden, nachdem Sony die Abteilung für Bluetooth-Headsets und -Lautsprecher, Smartwatches und Smartbands geschlossen hatte. Bereits zwei Jahre später, 2017, kam die erste Kollektion von Kronaby auf den Markt. Auch auf der Baselworld machte das Unternehmen von sich reden. Den Markteintritt von Kronaby in Deutschland hatte das Team von Elysee in Düsseldorf vor zwei Jahren übernommen, aber nach Aussagen von Elysee-Inhaber Reiner Seume vor rund einem Jahr wieder beendet. Laut Homepage gibt es derzeit 14 Kunden in Deutschland, neben Juwelieren auch Großhändler, Key Accounts wie Kaufhof oder der Versandhändler Pro-Idee.

Anima kam wohl in finanzielle Schieflage, nachdem ein chinesischer Subunternehmer nach hohen Verlusten im Jahr 2018 ausstieg. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter. Laut Unternehmensangaben lag der Umsatz 2017 bei umgerechnet 3,5 Millionen Euro, der Verlust aber bei 13 Millionen Euro. Der chinesische Investor hatte rund 9 Millionen Euro beigesteuert.

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