Hublot auf Rekordkurs

Die Uhrenmarke Hublot wird 2018 einen Rekordumsatz erzielen. Das Wachstum in China bleibt ungebremst.


Hublot (LVMH) ist auf Rekordkurs. “Wir werden dieses Jahr beim Umsatz voraussichtlich 600 Mio. Fr. übertreffen können”, sagte CEO Ricardo Guadalupe im Gespräch mit “Finanz und Wirtschaft” bei der Eröffnung des neuen Flagship Stores in London. Das entspricht einem Plus von etwa 20%.

Mit dem Umsatzrekord rückt Hublot näher an die Top Ten der meistverkauften Schweizer Uhren heran. An der Spitze steht weiterhin Rolex mit einem Umsatz von 5 Mrd. Fr., gefolgt von der Swatch-Group-Marke Omega (2 Mrd. Fr.) und der Richemont-Marke Cartier  (1,7 Mrd. Fr.). Alle Umsatzangaben beruhen auf Schätzungen, da sie von den Marken nicht bekanntgegeben werden.

“Wir sehen vor allem in China starkes Wachstum”, so CEO Guadalupe. Der Handelskrieg zwischen den USA und China mache sich bislang in keiner Weise bemerkbar. Hublot weist derzeit beim Umsatz einen Chinaanteil von knapp 10% auf – gegenüber 30% der gesamten Schweizer Uhrenindustrie. “Ich gehe davon aus, dass wir unser Chinageschäft verdreifachen können”, sagte Guadalupe. Die hohe Nachfrage bescherte Hublot in den vergangenen Monaten teilweise sogar Lieferprobleme. Inzwischen habe man die Kapazitäten weiter ausgebaut. Der Mutterkonzern LVMH hatte an einer Roadshow in Schanghai bereits bekanntgegeben, dass die Nachfrage im Großraum China ungebremst hoch sei. 

Guadalupe bestätigte zudem, dass die LVMH-Uhrenmarken voraussichtlich an der nächsten Auflage der Baselworld im März 2019 teilnehmen werden. Solange die Grossen der Branche wie Rolex, Patek Philippe und Chopard an der Baselworld ausstellten, sei die Teilnahme von Hublot nicht gefährdet.

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