Dicke Luft bei Gooix

Michael Stadlmann, Geschäftsführer von Gooix, hat wieder Ärger. Nachdem das Insolvenzverfahren seiner Gooix Group Europe GmbH beendet ist, gibt es seit gestern eine Mahnklage gegen die Gooix Group GmbH.


Wie Klaus-Boris Binder, zuständiger Richter am Bezirksgericht Linz, auf Anfrage von „Blickpunkt Juwelier“ sagte, liegt seit gestern eine Mahnklage vor dem Bezirksgericht vor. Es geht um den Werklohn, sprich: das Gehalt, das ein Mitarbeiter einfordert. Die Form der Mahnklage wurde in Österreich eingeführt, damit Geschädigte rasch und billig zu ihrem Anspruch (bis 75.000 Euro) kommen. Nach einer Prüfung kann das Gericht ohne Verhandlung oder Anhörung einen Zahlungsbefehl aussprechen.

Wie Magister Thomas Kurz, Masseverwalter der Kanzlei Haslinger Nagele aus Linz, bestätigte, ist das Insolvenzverfahren aus dem Jahr 2016 abgeschlossen. Die Insolvenzquote liegt nach seinen Angaben bei rund 10 %. Dieses Geld sei bereits ausbezahlt worden. Mit dem Insolvenzverfahren wurde das Unternehmen Gooix Group Europe liquidiert, so Kurz, auch wenn die Auffanggesellschaft ähnlich heiße (nämlich Gooix Group GmbH) und wie bei einer Auffanggesellschaft üblich Teile des alten Unternehmens übernommen hat. Der im Raum stehende Vorwurf der Insolvenzverschleppung ist nach Aussagen von Kurz vom Tisch. Er und Stadlmann hätten sich geeinigt.

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