Bringt Sale neue Kunden?

Wichtiger Aspekt: Für Swarovski, die durch ihre eigenen Geschäfte viel direkten Kontakt mit Konsumenten haben, ist der Sale durchaus eine Chance – nämlich Kunden zu erreichen, die nur wegen des Sales kommen und das Geschäft sonst nie besucht hätten. 


In unserem Agenda 2020-Beitrag der Ausgabe „Blickpunkt Juwelier 10/2017“ berichten wir über den Sale. Neben der entscheidenden Frage, wie der Juwelier den Sale sinnvoll realisieren kann, kommen auch Stimmen von erfahrenen Lieferanten zu Wort. Einer von ihnen ist Christoph Storck, Managing Director Swarovski Deutschland. Für ihn ist der Sale nicht nur notwendig, um das Lager zu reduzieren. „Wir alle, die wir Geschäfte in Einkaufsstraßen haben, brauchen einen sinnvollen Sale“, so Storck. Sinnvoll sei hierbei die Kombination von Rücknahme, rechtzeitiger Information an den Händler und der passenden Zusammenstellung zum Sale hin – mit dem Ziel die Marge hochhalten zu können und trotzdem Spaß am Sale zu haben. Rabatt-Aktionen seien zudem schlicht eine Möglichkeit neue Kunden zu erreichen. „Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, Kunden anzusprechen, die sich nach dem Sale orientieren und dadurch auch Einkaufsstädte, Marken oder Produkte neu entdecken“, sagt Storck im Interview mit „Blickpunkt Juwelier“. Allerdings solle die Schmuckbranche keine Vorreiterrolle spielen. „Wir müssen nicht diejenigen sein, die als Erste anfangen oder am meisten Rabatt geben, aber wir sollten dieses Signal ebenfalls setzen, um die preisaffinen Kunden zu erreichen.“

 

Die Fashion-Branche sei kein Vorbild, da Schuck und Uhren im Vergleich zur Fashion kein Produkt sei, das zu jedem Saisonende hin automatisch reduziert werde. Aber, so Storck: „Der Kunde hat gelernt, dass es für viele Produkte eine Saison gibt, nicht nur für Fashion, sondern auch für Smartphones oder für Sportschuhe. Viele Kunden richten sich nach diesen Saisons.“ In anderen Worten: Ohne Sale kommen diese Leute nicht ins Geschäft.

 

Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe „Blickpunkt Juwelier 10/2017“.