Das Rabatt-Problem

Eine große Baustelle im Handel ist der Online-Handel. Die Bemühungen, Ware zum vollen Preis zu verkaufen, werden durch Amazon & Co. oftmals torpediert. Der Mitbewerb im Internet und der damit einhergehende Anstieg des Rabatts vor allem bei Uhren lassen viele Juweliere besorgt in die Zukunft blicken. Die Liquidität ist in Gefahr.


Die Gründe für den schleichenden Verlust der Liquidität sind aus heutiger Sicht vergleichsweise einfach zu finden. Wer nur die kaufmännische Sicht auf das Sortiment richtet, findet Antworten. Erstens sinkt der Rohertrag der Uhren konstant. Margen sinken, Werbekostenzuschüsse werden gekürzt bis gestrichen, Skonto gibt es auch kaum noch, dafür ein höheres Lager. Befeuert wird dieses Liquiditäts-Problem bei Uhren durch die Nachlässe im Online-Handel, die entweder den reell erreichbaren Verkaufspreis senken oder im schlimmsten Fall sogar den Kauf gänzlich verhindern. Weiteres Problem: Die Bedeutung der Uhren bei Präsentation und Lagerhaltung ist in den vergangenen Jahrzehnten im Vergleich zum besser kalkulierten Schmuck stark gewachsen. Eine Reduktion der Anzahl an Uhrenmarken bei damit einhergehender Tiefenbestückung der restlichen Marken ist notwendig.

Mögliche Antworten auf hohe Rabatte und den Mitbewerb aus dem Internet hatte „Blickpunkt Juwelier“ in der Vergangenheit vorgestellt. Drei Ansatzpunkte, seine Liquidität zu steigern, kann der Händler mit vergleichsweise kleinem Aufwand ab sofort umsetzen: Altgold, Service und Gutscheine.