Bucherer Davos schließt & verliert Rolex

Die Globalisierung schreitet voran: Einer der Großen verliert an einem Standort die Rolex-Konzession, die in die Hände eines eigentümergeführten Juweliers geht. Bucherer muss in Davos zukünftig ohne Rolex auskommen.


Nun geht die Globalisierung einen Schritt weiter, die auch den ganz Großen nicht erspart bleibt. Kaum vorstellbar: der weltgrößte Rolex-Händler Bucherer schließt seinen Standort in Davos und verliert damit dort die Rolex-Konzession. Interessant: die Marke wird in diesem Ort anderwertig vergeben. So erhält der eigentümergeführte Juwelier Stäuble in Davos nun den Zuschlag für die Marke mit der Krone. Damit wechselt die Konzession der wohl wichtigsten Marke vom Filialisten zum eigentümergeführten Juwelier.

Bucherer expandiert

Wie längst bekannt hat Bucherer Standorte wie Kopenhagen oder Paris eröffnet. Vor Jahren war Bucherer noch der Übernahme-Gigant von ehemaligen Juweliersmarken wie Wallner in Nürnberg oder Huber in München. Nun setzt man ganz auf Schmuck. Längst hat der große Juwelier erkannt, dass Uhrenmarken, die zu einem Teil auch selbst von Bucherer aufgebaut wurden, nun zunehmends ihren eigenen Weg bestreiten. Zu unberechenbar wird eine Planung künftig auf der Basis von Uhrenmarken werden, die plötzlich von dannen ziehen. Auch Bucherer hat in den letzten Monaten seine Erfahrungen mit Marken wie Audemars Piguet oder Hublot machen müssen, die man an dem einen oder anderen Standort abgeben musste. Nun eben auch Rolex in Davos.

Die Expansion geht trotzdem weiter. Bucherer hat genau verstanden, dass die Zukunft im Schmuck liegt und die vermeintliche Schwäche der Vergangenheit vieler Juwelier war, nicht auf den Schmuck zu setzen. Nun kommuniziert Bucherer großteils Schmuckkonzepte aus dem eigenen Hause.